Sonntag, 22. Juni 2014

Färbeversuche mit roten Zwiebelschalen

Ich färbe sehr gerne mit roten Zwiebelschalen.
Die Farbdroge ist in jedem Haushalt vorhanden und die Färbung ist sehr unkompliziert.
Das Grün, was durch meine Färbversuche entstanden ist, ist jedoch sehr unterschiedlich.

1. Farbversuch im Dez. 2013
















2. Farbversuche im Mai 2014
















Ein deutlicher Unterschied ist unübersehbar. Die Farbpalle, die uns die roten Zwiebelschalen bieten, ist einfach sehr vielseitig.
Ich bevorzuge die lebendigen und strahlenden Grüntöne auf dem ersten Bild und war von dem 2. Farbversuch etwas enttäusch.

Im dem Buch von Dorothea Fischer ist die Färbung mit 100% (Farbgut/ Färbedroge) angegeben.
Das ist wirklich zu viel!
Bei meinem zweiten Versuch habe ich mit 25% Zwiebelschalen in mehreren Farbzügen gefärbt.

...... eine Versuchsreihe.....

Mein Ziel:
  • herrauszufinden was uns die roten Zwiebelschalen für "Grüntöne" bei den unterschiedlichen Verhältnissen Fabgut/Färbedroge schenken.
  • Die Grüntöne auf den ersten Bild wieder zu erziehlen.
Grundlagen:
  • je ein Strang Sockenwolle (Tonerdenbeize) 75% Wolle-25% Poly  LL:420m auf 100gr.
  • Kontaktfärbung
  • Je ein Farbzug mit 2,5% - 5% - 10% - 15%  rote Zwiebelschalen.
  • Farbgut ins kalte Wasser geben, langsam zum kochen bringen und ca. 1 Stunde köcheln.
  • Auswaschen. Essig ins letzte Spülwasser geben und trocknen lassen.

Und das ist das Ergebniss:

















Die Farben sind etwas strahlender als auf dem Foto, aber ich bin sehr erfreut :-)......

Zum Vergleich ein Foto mit der letzten Färbung ( rechts 1. Farbzug) und die Verhältnissangaben.














Je höher das Verhältniss Färbedroge zu Farbgut ist, desto bräunlicher wird das "Grün".
Natürlich kommt es auf die Qualität der Böden und der Färbedroge an, wann und wo diese angebaut geerntet wurde, auf Wetter usw. an.....
edit: und natürlich auch auf das verwendete Farbgut  (Wolle/Seide/Poly etc. ).......aber es gibt doch schon einen Anhaltspunkt für zukünftige Färbungen mit roten Zwiebelschalen.

Wie es mit der Lichtechtheit bei den geringen Verhältnissen aussieht, darüber kann ich noch nichts sagen.
Aber auch da ist eine kleine Versuchsreihe in Arbeit.... :-)....

Ich hoffe ich konnte Euch einen Hanhaltspunkt zum Färben mit roten Zwiebelschalen geben, mir hat es sehr viel Spaß bereitet  :-).

Liebe Grüße
Eure Cristina

Sonntag, 15. Juni 2014

Taglilienblüten

Und aller guten Blütenfärbungen sind drei... Wieder ein weiteres Gartenfärbeexperiment:

Hier mein Favorit unter den letzten Färbungen, da sie relativ zügig zu ernten ist, ich im Netz (zumindest im deutschsprachigen) dazu kaum was gefunden und eine wirklich erstaunliche Farbe rausgekommen ist.

"Mein" Rezept:

Vorgebeizt wieder mit der Tonerdenbeize.

Ich habe gut 500% frische, aber schon verblühte Blüten gepflückt (es geht so schnell, so viele müssen es wahrscheinlich gar nicht sein).
Diese habe ich grob zerschnitten, in Regenwasser kurz aufgekocht und dann in einer "Färbersocke" eingesperrt. Den Sud, der rosa-rot war, habe ich zusammen mit dem 1. Zug der Wolle ca. 1 h kochen lassen.

Das Ergebnis war ein fahles beige-grau. Den Strang habe ich in etwas Pottasche- Lösung gebadet und es gab ein grünes Wunder - ganz ähnlich zu den Kornblumenblüten!

Taglilienfärbung: 1.Strang links schon mit Pottasche nuanciert, 2. Strang rechts vor dem Nuancieren
Den 2. Strang habe ich dann zusammen mit dem Färbebeutel auch nochmal eine Stunde gekocht und über Nacht im Sud abkühlen lassen.

Auch diesen habe ich dann noch mit Pottasche nuanciert (für die 25 g Wolle habe ich eine Teelöffelspitze Pottasche zugegeben und nochmal leicht erwärmt und ein paar Stunden darin ruhen lassen).

Und so sieht es nach dem Nuancieren, Spülen und Trocknen aus:
Leider nicht so gut wie im Original, die Farben sind schon wirklich schöne Varianten von Grün! Leuchtend und intensiv!

Viele Grüße!

Katja

Samstag, 14. Juni 2014

Blaue Lupinenblüten


und wieder etwas, was aus meinem Garten seine Schönheit auf Wolle unter Beweis stellen wollte, die Blüten der Blauen Lupinen:



 Da ich kein genaues Rezept gefunden habe, habe ich folgendes probiert:

Die Wolle habe ich mit der Tonerdenbeize vorgebeizt.

Ich habe 400% frische (bzw. teilweise auch gefrorene, da so viele nicht gleichzeitig am blühen sind) Blüten ohne Stengel zusammen mit der Wolle für 1 h gekocht. Über Nacht im Sud abkühlen lassen.
Für den 2. Zug habe ich nochmal 100% frische Blüten (es sind noch mal welche aufgeblüht) zugefügt und auch den 1 Stunde gekocht und wieder über Nacht abkühlen lassen.

Beide waren nun zartgrün. Da ich mit Pottasche und Kornblumen so tolle Erfolge hatte, wollte ich das hier auch ausprobieren und habe dem 2. Zug ein 3- stündiges Bad in etwa 3% Pottasche- Lösung gegönnt.

Heraus kam ein Gelbgrün. Auch nicht schlecht- aber bei den nächsten Lupinen werde ich das wohl weglassen.
Lupinenblütenfärbung 1. und 2. Zug (2. Zug mit Pottasche- Nuancierung)

Viele Grüße!

Katja