Montag, 31. März 2014

Muscari

Muscari - oder Traubenhyazinthe gibt es bei uns im Garten reichlich,
ebenso auf der Wiese vor dem Garten. Da dort aber die Tage dann aber sicherlich der Rasenmäher alles abmähen wird, bin ich dem heute zuvorgekommen.




Ich habe 150g Blüten gesammelt und diese 30 Minuten ausgekocht.
Dann legte ich einen Strang Wolle (100g) hinein, der mit der Kaltbeize AL gebeizt wurde.
Nach einer Stunde sanften köchelns nahm ich den Strang aus der Flotte - man hätte ihn sicherlich auch darin über Nacht auskühlen lassen können.



Ich finde es ist ein schönes Hellblau geworden - die Lichtechtheit werde ich noch testen.

Liebe Grüße
Anne

Sonntag, 23. März 2014

Henna

Vor einiger Zeit hatte ich es schon einmal mit einer Hennafärbung versucht. Den damaligen Misserfolg schob ich auf meine Ungeduld. Diesmal habe ich mich an die Anweisungen in Dorothea Fischers Buch gehalten:

100g Hennapulver mit wenig Wasser angerührt (staubt wie die Hölle) und über Nacht eingeweicht.

100g Wolle mit 20% Alaun 1Stunde gebeizt und 100g ungebeizte Sockenwolle vorbereitet.

Die Flotte aufkochen und dabei stehen bleiben, das Zeug schäumt! Ich hab' das nicht getan und konnte mein Ceranfeld grundreinigen!!!


In einen Färbebeutel abbinden, was sich schwierig gestaltet wenn die Paste alle Poren verstopft.
Also  hab ich die Taktik geändert und eine Kontaktfärbung gemacht. Dabei wurden direkt beide Stränge in die Flotte geschickt. Anschließend wurde eine Stunde gefärbt und wiederum alles über Nacht auskühlen gelassen. Am nächsten Morgen habe ich die Stränge tropfnass aufgehangen.

Irgendwo hatte ich gelesen das Sonneneinstrahlung die Färbung positiv beeinflusst, deshalb nahmen meine Stränge ein kleines Sonnenbad.

Den Unterschied zwischen dem ungebeitzten und dem gebeiztem Strang kann ich auf dem Foto leider nicht einfangen. Die Wolle hat einen goldfarbenen Ton der bei dem ungebeizten Strang leuchtender ist.
Trotzallem ist dieser Goldton wirklich ansprechend geworden.

Mein Fazit. Orange habe ich auch diesmal nicht erzielen können. Meine Vermutung: Das Hennapulver ist von minderer Qualität. Einen weiteren Versuch werde ich nicht damit machen sondern es kompostieren oder verschenken.

Samstag, 15. März 2014

Erste Färbungen 2014

Da ja gestern der erste Vorgeschmack auf den Frühling aufkam, mussten  natürlich die Färbetöpfe aus dem Winterquartier geholt werden.
Angestiftet von der Rosendame habe ich meine erste Färbung mit roten Zwiebelschalen gemacht, die Wolle war mit 8% Alaun und 6% Weinstein gebeizt. Die Zusammensetzung der Wolle war 75% Schurwolle und 25% Kunstfaser (=Sockenwolle). Verwendet wurden 72g rote Zwiebelschalen, die allerdings schon etwas über ein Jahr alt sind. Die Zwiebelschalen hab ich mit heissem Wasser übergossen und 24 Stunden stehen gelassen. Dann die Wolle reingegeben und eine Stunde bei 60-70° Celsius köcheln lassen und dann noch 2 Stunden in der Flotte auskühlen lassen. Der zweite Zug wurde bei gleicher Temperatur und Dauer gefärbt.

Die Farben sind leider, zumindest für mich, unfotografierbar. Der erste Zug (hier der dunkle, fast braun wirkende) ist bei Sonnenlicht schon eindeutig oliv, bei Kunstlicht allerdings braun. Bin schon gespannt, was ich damit mache (wahrscheinlich werden es wohl Socken). Der zweite Zug ist nicht wirklich quietschgrün, kommt aber in die Nähe davon.

 
 
Der dritte Zug hat helle Stellen, die einen eindeutigen Blaustich haben, woher auch immer der kommt. Gefärbt wurde wieder bei 60-70° C eine Stunde, und dann über Nacht im Sud ausgekühlt.






Donnerstag, 13. März 2014

Zusammenfassung

So, ich wollte jetzt nochmal das Wichtigste zusammenfassen.


  • in den Gruppen "Alles Blau" und "Einheimische Pflanzen" wird Wollgarn (100% Schurwolle) gefärbt - stimmt bitte das Gewicht und die Garnstärke ab, oder einigt euch auf einen Anbieter.

  • In der "Pflanzenfaser"-Gruppe färben wir Baumwollgarn - auch hier wäre es gut, langsam zu wissen wo und wie viel wir bestellen.

  • Jeder sollte auf die Lichtechtheit achten - sicherlich ist nicht jede Färbung gleich lichecht, aber von bekanntlich richtig lichtunechten Färbungen wie Kurkuma sollten wir für das Projekt die Finger lassen.

  • private Färbungen dürfen (und ich würde mich freuen) gerne auch hier mit Rezept/Vorgehensweise gezeigt werden.

  • sollte jemand eine Färbung fürs Projekt machen, von der schon ein Steckbrief existiert, so ist dennoch ein Steckbrief einer anderen, privaten Färbung in Wort und Bild einzureichen.

  • habt Spaß am Projekt, am Färben und tauscht euch mit den anderen hier aus .


    Liebe Grüße, Anne

P.S. Hat jetzt jeder Autorenrechte?  Marled, ich brauch noch immer eine Färbepflanze um dich einzutragen.

Mittwoch, 5. März 2014

Pflaumenbaumrindenfärbung

Auch das hat sich am Wochenende ergeben:

Eine Färbung mit 200% Pflaumenbaumrinde auf mit 14% Alaun vorgebeizte Wolle ergab folgendes:
Pflaumenbaumrinde 1. bis 3. Zug
Ich will nicht sagen, dass ich enttäuscht bin, hatte mir aber mehr erhofft. Aber das ist ja auch Geschmackssache. Es ist ein eher blasses orange-braun geworden. Auch sind die einzelnen Züge nahezu identisch, nur der erste Zug ist etwas kräftiger ausgefallen.
Aber das ist ja das Spannende bei Naturfarben, man weiß nie, was man bekommt...

Katja

Apfelrindenfärbung

Die Teilnehmer vom letzten Jahr haben, wie ich gerade gesehen habe, so etwas schon zu Hause.
Da meine Färbung aber schon anders aussieht, so weit ich das auf dem Foto erkenne, möchte ich die euch aber nicht vorenthalten
Apfelrindenfärbung, 1. Zug unten, 2. Zug mittig, 3. Zug mit Eisensulfat nuanciert oben
Ich habe nach Dorothea Fischer gebeitzt und gefärbt (200% Apfelbaumrinde, 14% Alaun- Vorbeize)
Die Rinde dazu habe ich am Wochenende geerntet! (Danke für den Tipp mit dem Sparschäler, Anne! Funktioniert super!)

Die Farben kommen schon ganz gut rüber, wobei sie live noch leuchtender sind!

Erst war mir das gelb fast zu schade, um es mit Nuancieren zu verschwenden, bin jetzt als Grün- Fan aber begeistert! So werde ich wohl den ganzen Baumschnitt vor dem Häckseln noch schälen!

Katja

Vergleich Alaunbeize kalt und heiß

In den Büchern von Herrn Prinz als auch bei Frau Fischer wird erwähnt, dass man die Wolle auch kalt vorbeizen kann.

In den Rezepten wird ja im allgemeinen immer die Heißbeize angegeben.

Mich hat es interessiert, ob es einen Unterschied im Ergebnis gibt. Ist ja auch interessant für die Energiebilanz...

Also habe ich 3 Stränge Wolle (mit blauem Nähgarn markiert) für 14 Tage in die Beizlösung (18% Alaun und 6% Weinsteinrahm) eingelegt und (fast) täglich ein wenig bewegt.

Nach 14 Tagen habe ich 3 weitere Stränge Wolle (mit rotem Nähgarn markiert) in einer frischen, gleichen Lösung für eine Stunde köcheln lassen.

Dann, wie üblich, alles gespült.

Das Ergebnis war, dass es hier einen kleinen Unterschied gab. Die gekochte Wolle sah "sauberer" aus, hatte etwas weniger Grauschleier. Ich denke aber, dass das an der Vorbehandlung lag. Die Wolle habe ich im rohen Zustand bekommen, selbst gewaschen, kardiert, gesponnen. Dieses Waschen ist ja nur bedingt gründlich...

Oben liegt der heiß gebeizte Strang und unten der kalt gebeizte Strang.

Die so vorbereitete Wolle habe ich mit 200% braunen Zwiebelschalen nach Dorothea Fischer gefärbt.

Auch hier liegt das heiß gebeizte Material oben, die kalt gebeizte Wolle unten. Ein Unterschied ist kaum erkennbar. Maximal ein GANZ leichter Unterschied besteht im 3. Zug, da erscheint das heiß gebeizte Material sauberer zu sein.
Aber in der Farbaufnahme erkenne ich keine Unterschiede.

Für mich heißt das, dass ich durchaus auch kalt vorbeizen kann, wenn ich die Färbeaktion rechtzeitig plane!

Viele Grüße!

Katja

Dienstag, 4. März 2014

Ostereier färben und bemalen

Wie jedes Jahr steht auch diesmal wieder Ostern vor der Tür. Was liegt also näher, als die Ostereier für den Osterstrauch ebenfalls mit Pflanzenfarben zu färben und zu bemalen.


Ostereier mit Pflanzenfarben färben und bemalen
von links nach rechts: gefärbt mit Reseda / Krappwurzel (1:1), ungefärbt, Krappwurzel, Blauholz, Gelbbeerenextrakt. Die Malfarben wurden mit Krappwurzelextrakt und gemahlener Eierschale hergestellt.


Nach vielem Probieren bin ich letztendlich zu einem Arbeitsablauf gekommen, mit dem ich die besten Ergebnisse erzielt habe. Das möchte ich euch nicht vorenthalten und schreibe hier eine zusammengefasste Version nieder.
Wer es etwas ausführlicher haben möchte, der kann es hier nachlesen:
http://forum.pflanzenfaerber.eu/viewtopic.php?f=17&t=177

Zuerst müssen die Eier ausgeblasen und gereinigt werden. Die Reinigung erfolgt durch mehrmaliges ausspülen, anschliessend kurz in klarem Wasser aufkochen und dann für ein paar Minuten in Essigwasser (2 Esslöffel Essigessenz 25%-tig auf 0,5L Wasser) legen.
Zwischenzeitlich kann man die Pflanzenfarben auskochen und abseihen (50g getrocknete Pflanzenteile). Alternativ dazu kann man auch Pflanzenfarbextrakt nehmen, um sich das Auskochen zu sparen (2g Pflanzenfarbextrakt).

Bevor aber die Eier gefärbt werden können, müssen diese noch kurz in einer Alaunlösung gekocht werden (20g Kaliumaluminiumsulfat auf 1,5L Wasser), damit die Schale die Farbe besser annimmt. Hat man dies gemacht, können die Eier nun im zuvor erstellten Farbbad gefärbt werden. Einfach kurz aufkochen, von der Herdplatte nehmen und bis zur gewünschten Farbtiefe ziehen lassen. Die Eier vorsichtig entnehmen und ganz trocknen lassen.

Um die Farbe auf den Eiern vor Abrieb zu schützen, werden diese noch 2 bis 3 mal mit Gummiwasser überzogen (zwischenzeitlich immer trocknen lassen). Dazu nimmt man 1 Volumenteil Gummi Arabicum und 2 bis 3 Volumenteile heisses Wasser und vermengt es gut. Es kann etwas dauern, bis sich das Gummi Arabicum vollständig aufgelöst hat.

Eine Malfarbe, nicht nur um Punkte wie auf dem Foto zu machen, sondern auch um größere Flächen zu bemalen, erstellt man auch mit Hilfe des Gummi Arabicum.
100g getrocknete Pflanzenteile auskochen und abseihen (oder 2g Pflanzenfarbextrakte in 100ml Wasser auflösen), erhitzen, 25 g Alaun einrühren, etwas warten damit der Farbstoff ausfällen kann, 5g Soda (Natriumcarbonat) ganz langsam und vorsichtig unter rühren zugeben (Alaun und Soda reagieren miteinander und schäumen auf, Behälter nicht zu klein wählen) und den Schaum unterrühren. Diese trübe Lösung abseihen, die im Filter zurückgebliebene Masse mit einem Löffel entnehmen und in ein kleines Schälchen geben. Dazu gibt man ca. 1 Teelöffel Gummi Arabicum und rührt es ein, bis es klumpenfrei ist. Die so erhaltene Farbe sollte eine Konsistenz wie Joghurt haben. Ansonsten mehr Gummi Arabicum oder mehr Wasser zugeben.
Will man eine weisse Farbe erhalten, so kann man gemahlene Eierschalen nehmen. Oder man nimmt Farbstoffe wie Indigopulver oder Drachenpalmharzpulver, dann kann man sich das Ausfällen des Farbstoffs sparen und diese Pigmente direkt mit Wasser und Gummi Arabicum mischen.

Sicherlich ist das etwas aufwendiger, aber das Ergebnis lohnt sich...
Ich wünsche euch viel Spaß beim Ostereierfärben.


Grüße
Stefan

P.S.: 
für die Verzierung der Ostereier ist natürlich meine Frau zuständig gewesen, mir liegt eher das technische... ;-)

Montag, 3. März 2014

Gruppeneinteilung "Blaufärber"

Wie schaut es nun bei den Blaufärbern aus? Wir würden als recht kleine Gruppe 500g Wollgarn färben, es sei denn, ihr möchtet mehr färben.

Ich habe hier stehen, dass Christina gerne mit Ligusterbeeren färben möchte, ebenso DocMarten.
Marled und Ute, womit möchtet ihr gerne färben?
Für mich wären Färberknöterich, Waid, Wilder Indigo und Schwarze Stockrose interessant.

LG Anne

Projektgruppe "Pflanzenfasern/Baumwolle"

Nachdem Anne mit ihrem unerschütterlichen Engagement ermöglicht, dass wir alle drei Gruppen auf die Beine stellen können bin ich voller Tatendrang.
Ich würde mich freuen, wenn wir uns jetzt genauer abstimmen könnten.

  • Wer will mit welcher Färbedroge färben?
  • Auf welches Färbegut wollen wir uns einigen? 
  • Soll es eine kleine Leinen-Referenz, zum Beispiel in Form eines kleinen Stoffstückes (vielleicht 5x5 cm Stoff für jeden Teilnehmer) geben?
  • Und wieviel Gramm wollen wir je Zug färben?

Als grobe Orientierungshilfe für die Wahl der Färbedroge gibt es einen Artikel von Eberhard Prinz mit einer Auflistung von Pflanzen, die sich zum Färben von Baumwolle besonders eignen. 


Da ich letztes Jahr viele Ligusterbeeren gesammelt habe würde ich die gerne ins Projekt einbringen. Ich hab sie vor dem ersten Frost geerntet und getrocknet, sie würden also grün - nicht wie üblich blau - färben. 
Als Färbegut kann ich mir Baumwollgarn von 50g/125m gut vorstellen. Bei Fünf Teilnehmern wäre 50g je Zug für mich okay und es ließe sich mehr aus dem Garn arbeiten. 
Für eine Leinenprobe wäre ich offen, aber vielleicht reicht es auch aus, wenn wir uns nur der BW widmen. Leinen scheint (laut E. Prinz) schon wieder ein anderes Thema zu sein.

Vorfreudige Grüße
Laura

Projektgruppe "Einhemische Pflanzen"

Als einheimische Pflanzen, werden wir jede Pflanzen definieren, die in der Natur und in der menschlichen Umgebung ohne Zutun des Menschen überleben und sich ausbreiten. Dazu gehören nicht nur die in Mitteleuropa heimischen Pflanzen, sondern auch eingeschleppte Neophyten und angesiedelte Pflanzen wie die Walnuss, Schwarznuss etc.

Monika wird mit Holunder färben,
Anita mit Schilfblüten,
Stefan mit Klatschmohn,
Katja mit Goldrute.
Sheepmama kann sich aussuchen, ob sie mit Brennnessel oder Faulbaumrinde färben möchte.
Ebenso steht es Ruth frei, zischen den Rinden von Apfel, Zwetschge, Pfirsich und Schlehe zu wählen. Und auch die Rosendame kann sch zwischen Weidenrinde und Johanniskraut entscheiden.

Ich werde auf der linken Seite eine Übersicht der zugeteilten und gewählten Pflanzen anfügen.

Falls noch jemand aus den anderen beiden Gruppen hier zusätzlich mitfärben möchte oder jemand zwei Färbungen übernehmen mag, es wären noch zwei Plätze frei.

Nachtrag: Alle Plätze sind belegt.

Samstag, 1. März 2014

Aktueller Stand

Da es nun keine weiteren Anmeldungen gab - hier die aktuelle Platzverteilung.
"Alles Blau" - 3 besetzte Plätze
"Einheimische Pflanzen" - 7 besetzte Plätze
"Pflanzenfasern" - 4 besetzte Plätze.

Mir stellt sich gerade die Frage, wie wir mit den "krummen" Zahlen das projekt machen sollen.
Wäre für Vorschläge und Ideen sehr dankbar.

LG Anne